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Starke Blutungen lindern: Wie stark ist die Periode nach einer Ausschabung?

Was ist eine Ausschabung? Wann wird sie angewendet und kann es nach einer Ausschabung zu einer veränderten Periode kommen? Hier finden Sie Antworten.

Was ist eine Ausschabung?

Die Ausschabung (Kürettage) ist eine medizinische Behandlung aus der gynäkologischen Praxis. Bei einer Ausschabung wird die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) entfernt. Zu diesem Zweck führt der Arzt über die Scheide ein spezielles Instrument in die Gebärmutter ein, mit dem die Schleimhaut abgetragen werden kann. Der Eingriff kann ambulant erfolgen und wird meistens unter Vollnarkose durchgeführt.

Für wen kommt eine Ausschabung infrage?

Die Ausschabung ist ein Routineeingriff. Häufig wird sie nach einer Fehlgeburt, einer Geburt oder einem Schwangerschaftsabbruch vorgenommen, damit es nicht durch verbleibendes Gewebe zu einer Infektion in der Gebärmutter kommt. Bei Blutungsstörungen wie starken Regelblutungen raten Experten hingegen in erster Linie zu diagnostischen Zwecken, also für eine Untersuchung, zu dem Eingriff. Die Kürettage kommt dann zum Einsatz, um das entfernte Gewebe anschließend auf Gebärmutterkrebs zu untersuchen − beziehungsweise einen bösartigen Tumor als Ursache für die starken Blutungen auszuschließen.

Welchen Vorteil hat die Methode?

Es ist möglich, dass sich die Periode nach der Ausschabung verändert. Da ein Teil der Gebärmutterschleimhaut entfernt wird, kann es sein, dass die Regelblutung nach dem Eingriff für kurze Zeit schwächer ausfällt. Denn die Wundheilung ist noch nicht abgeschlossen und die Schleimhaut baut sich nur langsam wieder auf. Für Frauen, die unter einer sehr langen und starken Regelblutung (Menorrhagie) leiden, kann das ein Vorteil sein. Die erste Periode nach der Ausschabung kann aber auch einige Wochen auf sich warten lassen. Mit der ersten Monatsblutung ist etwa 4−8 Wochen nach der Ausschabung zu rechnen.

Ist die erste Periode nach der Ausschabung sehr stark, treten Fieber oder Schmerzen auf, sollte sofort die Ärztin oder der Arzt verständigt werden.

Welchen Nachteil gibt es?

Die Schleimhaut der Gebärmutter baut sich nach der Ausschabung in den darauffolgenden Zyklen wieder auf. Nach wenigen Monaten ist die Periode meist so stark wie zuvor. Daher ist die Ausschabung als langfristige Therapie einer Menorrhagie nicht geeignet.

Sie suchen nach einer Möglichkeit, Ihre starken Blutungen dauerhaft zu lindern? Für Frauen mit abgeschlossener Familienplanung, die also keinen Kinderwunsch mehr haben, kommt zum Beispiel eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation) mit der NovaSure-Methode infrage. Bei diesem minimalinvasiven Eingriff wird die Gebärmutterschleimhaut mittels Hochfrequenzenergie verödet. Die Gebärmutter selbst bleibt erhalten.

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