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Hormone: Wie Botenstoffe den Zyklus beeinflussen

Ob wir es bewusst wahrnehmen oder nicht: Wir stehen alle unter dem Einfluss unserer Hormone. Insbesondere der Ablauf des weiblichen Zyklus wird durch diese chemischen Botenstoffe gesteuert. Doch wie genau hängt das alles zusammen? 

Hormone und Periode

Dass Frauen im gebärfähigen Alter regelmäßig ihre Periode haben, geht auf ein fein abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Hormone zurück. 

Die wichtigsten Botenstoffe beim Zyklus sind die Östrogene, auch bekannt als weibliche Geschlechtshormone (wobei auch Männer kleine Mengen davon produzieren). Östrogene sind am Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beteiligt und beeinflussen außerdem das Wachstum des Brustgewebes. Sie sorgen zudem dafür, dass das unbefruchtete Ei mit dem umgebenden Gewebe im Eierstock heranreift. 

Gut durchblutet und hungrig dank Progesteron

Das Progesteron (auch als Gelbkörperhormon bekannt) bewirkt, dass die Gebärmutter nach dem Eisprung stärker durchblutet wird. Sie ist so auf die mögliche Einnistung eines befruchteten Eis vorbereitet.  

Die Konzentration dieses Botenstoffs steigt nach dem Eisprung deutlich an. Frauen merken die bessere Durchblutung oft daran, dass ihre Körpertemperatur in dieser Zeit um etwa ein halbes Grad ansteigt. Der dadurch erhöhte Energiebedarf des Körpers äußert sich in vielen Fällen durch einen kurzfristig gesteigerten Appetit.  

Multitalent Vitamin D

Auch der Vitamin-D-Spiegel spielt beim Verlauf des Zyklus eine Rolle. Eigentlich ist Vitamin D gar kein Vitamin, sondern ein Hormon. Es beeinflusst unter anderem die Bildung von Östrogen und Progesteron. Ein Mangel kann zu Zyklusstörungen führen. Vitamin D wird vom Körper gebildet, wenn Sonnenlicht in den warmen Monaten auf die Haut trifft (in unseren Breiten etwa zwischen Mai und September). Über die Nahrung wird es nur in geringen Mengen aufgenommen. Vitamin D gilt als Multitalent: Es ist gut für das Herz-Kreislauf-System. Mit seiner Hilfe wird außerdem zum Beispiel Kalzium aus der Nahrung in den Knochen eingelagert.  

Kuschelbedarf? Sie brauchen Oxytocin!

Sollten Sie während der Periode einen erhöhten Kuschelbedarf verspüren, dann fordern sie ihn ruhig ein. Auch hierbei spielt ein Hormon eine Rolle: Bei Berührungen schüttet der Körper nämlich Oxytocin aus. Es fördert Beziehungen und reduziert die Folgen von Stress. Das tut Ihnen auf jeden Fall gut (und zwar nicht nur während der Regelblutung). 

Übrigens sind noch längst nicht alle menschlichen Hormone und ihre aufeinander abgestimmten Wirkungen abschließend erforscht. Der menschliche Körper (und der weibliche Zyklus) halten sicher noch einige Überraschungen für die Wissenschaft bereit. Es bleibt also spannend …