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Starke Regelblutungen: Was steckt dahinter?

Die Periode ist eine äußerst individuelle Angelegenheit. Von Frau zu Frau variiert sie in Dauer und Stärke. Fällt die Regelblutung sehr stark aus oder hält sie lange an, kann dies die Lebensqualität stark einschränken. Doch das muss nicht sein: Die Ursachen der sogenannten Menorrhagie können dank moderner Therapien meist gezielt behandelt werden.

Meine Periode: Was ist eigentlich normal?

Als normal gilt die Regelblutung, wenn sie vier bis sieben Tage andauert und die Frauen rund 60 Milliliter Blut verlieren – ein Tampon oder eine Binde normaler Größe saugt sich bei dieser Blutungsstärke in etwa vier Stunden voll. Hält die Periode länger an oder fällt ungewöhnlich stark aus, sprechen Experten von Menorrhagie. Für Betroffene ist der Leidensdruck häufig sehr hoch. Denn eine starke Blutung kann sie im Job, in der Freizeit und im Alltag stark einschränken.

Zu den möglichen Ursachen einer Menorrhagie gehören unter anderem Polypen oder Myome. Die gutartigen Wucherungen können von der Gebärmutterschleimhaut (Polypen) oder der Gebärmuttermuskulatur (Myome) ausgehen. Je nach Lage und Größe können sie häufig mithilfe moderner Techniken, wie zum Beispiel MyoSure, schonend entfernt werden. Bei diesem minimalinvasiven Verfahren werden die Instrumente durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt und das Gewebe Stück für Stück abgetragen.

Ein weiterer Auslöser einer starken Regelblutung kann ein Ungleichgewicht der Hormone sein, für das verschiedene Ursachen infrage kommen. Zu ihnen gehören zum Beispiel das Einsetzen der Wechseljahre oder anhaltender Stress. Werden die Ursachen behandelt – sofern dies nötig ist –, spielt sich die Periode meist wieder ein.

Verödung der Gebärmutterschleimhaut

Häufig kann der Frauenarzt keine eindeutige Ursache für die starke Regelblutung feststellen. Doch auch diesen Patientinnen kann meist geholfen werden. Eine Möglichkeit, Menorrhagie zu behandeln, ist in vielen Fällen eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut – beispielsweise durch einen minimalinvasiven Eingriff mit NovaSure. Bei diesem nutzt der Arzt ein fächerförmiges Goldnetz, um die Schleimhaut der Gebärmutter zu veröden. Die Gebärmutter selbst bleibt dabei erhalten.

Nach der Verödung kann sich die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr vollständig aufbauen, sodass die Blutungen gemindert werden oder ganz ausbleiben können. Eine klinische Studie zeigt: Über 90 Prozent der Patientinnen leiden nach der Behandlung mit NovaSure nicht mehr unter ihrer vormals starken Periode. Die Therapie kommt für Frauen infrage, die keinen Kinderwunsch mehr haben.