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Stoffbinde: nachhaltig durch die Periode

Wer den Begriff Stoffbinde hört, hat schnell Bilder aus vergangenen Jahrhunderten im Kopf, gepaart mit der Vorstellung, dass frau verschmutzte Stofffetzen per Hand mühsam auswaschen muss. Doch moderne Stoffbinden sind angenehm zu tragen, in der Maschine waschbar und eine umweltfreundliche Alternative zu Binden und Tampons.

Was sind Stoffbinden?

Stoffbinden sind waschbare Binden aus Baumwolle, Hanf oder einem anderen Stoff. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und Ausführungen. Entscheidend für den Tragekomfort sind Form und Größe der Stoffbinde. So gibt es sie unterschiedlich geformt für verschiedene Slips, zum Beispiel in schmaler Variante für Stringtangas. Für Tage mit einer schwächeren Blutung oder Ausfluss gibt es entsprechend wiederverwendbare Slipeinlagen. Nach dem Tragen können die Stoffteile bei 60 Grad in der Maschine gewaschen und nach dem Trocknen wiederverwendet werden.

Die Vorteile der Stoffbinde

Für die Produktion von herkömmlichen Binden und Tampons werden nicht unerhebliche Ressourcen verbraucht – zu schade für Artikel, die nur einmal verwendet werden. Fast alle im Handel erhältlichen Tampons, Binden und Slipeinlagen bestehen aus einem Zellstoff-Plastik-Gemisch: Zellulose, Kunststoff und/oder Baumwolle. Je nach Hersteller liegt der Plastikanteil in Tampons bei bis zu sechs Prozent. Binden bestehen aus bis zu 90 Prozent rohölbasiertem Kunststoff. Außerdem ist jeder Artikel einzeln verpackt und verursacht nach jedem Gebrauch Abfall. Jährlich fallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch Monatshygiene 75.000 bis 125.000 Tonnen Müll an. Das entspricht mehr als 600.000 gefüllten Badewannen.

Müll und Geld sparen

Wer es genauer wissen möchte, kann einmal für sich selbst ausrechnen, wie hoch der persönliche Müllverbrauch während der Periode ist: Zählen Sie einmal mit und notieren Sie die Menge an Tampons, Binden und Slipeinlagen, die während des Monatszyklus im Müll landen. Wenn Sie diese Zahl mit 12 multiplizieren, erhalten Sie die Müllmenge pro Jahr. Im Gegensatz dazu können Stoffbinden meist mehrere Jahre verwendet werden, wodurch viel Müll vermieden wird. Außerdem spart frau den Kauf von immer neuen Tampons und Binden, für den im Laufe der Jahre mehrere hundert Euro anfallen.

Und unterwegs?

Keine Frage, Binden und Tampons lassen sich auch unterwegs schnell und hygienisch wechseln und entsorgen. Aber wie sieht es bei der Stoffbinde aus? Im Grunde kommt es auf die persönlichen Vorlieben an – und letztlich auch auf die Stärke der Blutung. Sie können die gebrauchten Binden zusammenfalten und in die Tasche, einen kleinen Beutel oder eine Dose legen. Wer das nicht möchte, kann sogenannte Wetbags (aus dem Englischen wet = nass und bag = Tasche) nutzen. Wetbags, im Handel auch oft unter der Bezeichnung „Windelbeutel“ oder „Windeltasche“ zu finden, sind wasserdichte Beutel, die ursprünglich nur für die Aufbewahrung gebrauchter Stoffwindeln oder Schwimmbekleidung gedacht waren. Durch ihre Beschaffenheit sind sie aber auch praktisch für den hygienischen Transport gebrauchter Stoffbinden oder -Slipeinlagen aus Stoff.

Womit fühlen Sie sich wohl?

Neben Stoffbinden gibt es im Handel mittlerweile eine ganze Reihe nachhaltiger Alternativen zu Tampons und Binden, zum Beispiel spezielle Periodenunterwäsche oder Menstruationstassen. Ob und welcher dieser Artikel eine Alternative für Sie darstellt, lässt sich allerdings nicht nur unter dem Umweltaspekt entscheiden. Vielmehr kommt es darauf an, womit Sie sich – zum Beispiel an Tagen mit einer stärkeren Monatsblutung – wohlfühlen. Denn welche Hygieneartikel frau während der Periode nutzt, ist wohl eine der persönlichsten Entscheidungen überhaupt.