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Wann ist eine Gebärmutterentfernung wirklich nötig?

Rät der Frauenarzt zu einer Entfernung der Gebärmutter, sollte die Patientin diese Entscheidung sorgfältig abwägen – und im Zweifel eine ärztliche Zweitmeinung einholen. Denn nicht immer ist die sogenannte Hysterektomie wirklich notwendig: Vielen Frauen, die den Eingriff aufgrund starker und mitunter sehr schmerzhafter Regelblutungen in Betracht ziehen, kann durch eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut geholfen werden.

Hysterektomie: ein Eingriff mit Risiken

Die Entfernung der Gebärmutter zählt in Deutschland zu den häufigsten gynäkologischen Eingriffen. Sie kann jedoch mit unterschiedlichen Risiken einhergehen, wie beispielsweise Infektionen, innere Verwachsungen im Bauchraum oder als mögliche Spätfolge Inkontinenz. Häufig wird der Verlust der Gebärmutter von Patientinnen zudem als seelische Belastung wahrgenommen.  

Es gibt unterschiedliche Arten der Gebärmutterentfernung. Werden bei dem Eingriff auch die Eierstöcke entfernt, ändert sich der Hormonhaushalt der Patientin schlagartig. In diesem Fall können klassische Beschwerden der Wechseljahre eintreten, wie zum Beispiel Hitzewallungen und vaginale Trockenheit.

Welche Alternativen gibt es?

Die Gründe, aus denen Frauenärzte zur Hysterektomie raten, sind vielfältig. Liegt eine bösartige Erkrankung der Gebärmutter vor, beispielsweise ein Tumor, ist die Entfernung des Organs meist die einzige Option. Anders sieht es aus, wenn starke und lang anhaltende Regelblutungen der Grund sind. In diesem Fall kann ein Eingriff mit NovaSure eine schonende Alternative zur Hysterektomie sein: Die Gebärmutterschleimhaut wird in einem minimalinvasiven Eingriff verödet. Die Gebärmutter selbst bleibt erhalten.  

Nach der Verödung kann sich die Gebärmutterschleimhaut während des Zyklus nicht mehr vollständig aufbauen, sodass die Blutungen gemindert werden oder sogar ganz ausbleiben können. Eine klinische Studie zeigt: Über 90 Prozent der Patientinnen leiden nach der Behandlung mit NovaSure nicht mehr unter ihrer vormals starken Periode. Die Therapie kommt für Frauen infrage, die keinen Kinderwunsch mehr haben.

Patientinnen haben ein Recht auf eine Zweitmeinung

Frauen, die sich durch ihre starken Regelblutungen im Alltag eingeschränkt fühlen, sollten sich von ihrem Arzt beraten lassen, welche Therapie in ihrem individuellen Fall die beste ist. Gut zu wissen: Falls der Experte eine Entfernung der Gebärmutter empfiehlt, haben gesetzlich versicherte Patientinnen seit dem Jahr 2019 die Möglichkeit, auf Kosten ihrer Krankenkasse eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Bei der Suche nach einem Arzt in Ihrer Nähe kann Ihnen unsere Arztsuche behilflich sein.